Dat "Muckepömpche" in Scheuren

Die Scheurener bekommen ihr Muckepömpche wieder


Versteckt und etwas abseits von der Scheurener Straße lag das Muckepömpche am Ende eines schmalen Ganges zwischen Haus Scheurener Straße 36 und der Gastwirtschaft Arnsberg, die später, nach Heirat, Mürl hieß. Unmittelbar hinter der Gastwirtschaft begannen sowohl hinauf zum Berg als auch hinunter zum Rhein die Wingerte. Der Hauptbrunnen der Scheurener war allerdings der Brunnen auf dem „Domplatz“ an der Kapelle.
Das Muckepömpche spielte eine Nebenrolle. Der Brunnen war nicht tief, der Brunnengrund wohl verschlammt, die Wasserqualität eher mäßig. Jedenfalls darf man das aus dem Wortteil „Muck-“ (ripuarisch) schließen. Wohlbekannt ist der Wortteil bei dem Begriff Muckefuck.
Zweimal kam das Muckepömpche noch zu Ehren. Das erste Mal war es im März 1945, als die Amerikaner Scheuren besetzten und die öffentliche Wasserversorgung zusammengebrochen war. Die Scheurener versorgten sich am Muckepömpche oder an einer Quelle in der Hohl. Der Hauptbrunnen auf dem Dorfplatz war nämlich schon seit Jahrzehnten verschwunden, auch aus dem Gedächtnis der Scheurener. Er kam erst Mitte der 80er Jahre wieder zum Vorschein, als die Bürgergemeinschaft den Dorfplatz zu einem Schmuckstück machte. Das zweite Mal war das Muckepömpche Namensgeber. Willi Mürl nannte die Cocktailbar, die unmittelbar über dem kleinen Brunnen lag, „Zum Muckepömpche“. Allerdings waren die Getränke, die in ihr „Bar-Siggi“ kredenzte, von allererster Qualität.
Als das Seniorenzentrum gebaut wurde, verschwand das Muckepömpche. Manchmal tun sich sogar alte Scheurener schwer, sich noch daran zu erinnern.
Als die Anregung kam, das Muckepömpche an alter Stelle wieder zu errichten, griff der Bürgerverein die Idee begeistert auf. Er sieht darin einen Beitrag zur Dorfverschönerung und eine Erinnerung an die Dorfgeschichte. Deshalb beschränkt er sich auch nicht nur auf eine möglichst originalgetreue Rekonstruktion des kleinen Brunnens. Er integriert in die Gestaltung einen Torbogen aus dem 18. Jahrhundert, der einmal eine Hofeinfahrt an der Scheurener Straße zierte. Für eine Schürreskaar und einen kleinen Leiterwagen war er breit und hoch genug, ein Auto passte nicht hindurch. So musste er dem Fortschritt weichen, ging aber nicht verloren. Der Scheurener Bürger und Eigentümer befreite ihn aus seinem geheimen Lager und stiftete ihn für das Projekt „Muckepömpche“.
Der Vorsitzende des ST. Joseph Bürgervereins Scheuren, Uli Koch, sagte, die vorbereitenden Planungen seien so gut wie abgeschlossen. Die Kalkulationen lägen vor. Die Bauleistungen würden selbstverständlich Mitglieder kostenlos erbringen. Ein dicker Brocken seien jedoch noch die Materialkosten, die die Vereinskasse nicht stemmen könne. Deshalb werde der Bürgerverein sich jetzt und vor allen Dingen bei der bevorstehenden Kirmes um Spende bemühen. „Ich bin mir sicher“, sagte Koch zum Schluss, „die Bürger werden uns unterstützen und lassen uns nicht hängen“.

Download der Infomappe (PDF-Datei)

Baustein zur Finanzierung des Projektes:

Künstlerische Ansicht des Brunnens:


Bauskizze des Brunnens (Vorderansicht):

Spendenkontakte:

Für Rückfragen:
St. Joseph Bürgerverein Scheuren
Ulrich Koch
1. Vorsitzender
Honnefer Str. 22
53572 Unkel
02224 9010063
uj.koch@arcor.de

Empfänger von Spendenmitteln:
Förderverein Heimatpflege und Stadtverschönerung Unkel e.V.
von-Werner-Str.4
53572 Unkel
Verwendungszweck (bitte bei Überweisung angeben)
" Scheurener Muckepömpche"

Sparkasse Neuwied
BLZ 574 501 20
Konto-Nr. 30205850